Historische Grundwissenschaften und Historische Medienkunde
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Regesten Ludwigs des Bayern und Friedrichs des Schönen 1314–1347 im Rahmen der Regesta Imperii

Die Regesta Imperii erschließen aus sämtlichen urkundlichen und historiographischen Quellen die Tätigkeit der fränkischen und römisch-deutschen Könige und Kaiser von ca. 750 bis 1519 sowie die der Päpste des Hochmittelalters im Hinblick auf Inhalt, Überlieferung, Edition und Forschungsstand. Dies erfolgt in Gestalt chronologischer Regesten, welche den inhaltlichen Kern der jeweiligen Quelle in modernem Deutsch zusammenfassen sowie alle relevanten Angaben der originalen, kopialen und historiographischen Überlieferung auf dem neuesten Forschungsstand enthalten und die wissenschaftliche Literatur referieren.

Das unter anderem von der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur finanzierte Langzeitprojekt besteht aus 14 Abteilungen, die zum Teil an mehreren verschiedenen Standorten in Deutschland und Österreich arbeiten. In München ist die Arbeitsstelle zur Bearbeitung der Regesten Ludwigs des Bayern und Friedrichs des Schönen 1314–1347 angesiedelt, die wissenschaftliche Leitung des Teilprojekts obliegt Prof. Dr. Michael Menzel in Berlin.

Die Regesten Ludwigs des Bayern werden aufgrund ihrer Fülle nicht chronologisch, sondern nach Archiven und Bibliotheken geordnet bearbeitet. Zuletzt (2018) erschienen mit Heft 11 die Regesten zu den Urkunden aus Archiven und Bibliotheken Berlins, Brandenburgs, Mecklenburg-Vorpommerns, Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens, bearbeitet von Dr. Doris Bulach. Die Regesten der Hefte 12 (Unterfranken), bearbeitet von Magdalena Weileder, und 13 (Hessen), bearbeitet von Dr. Sigrid Oehler-Klein, sind weit fortgeschritten; eine Drucklegung ist jeweils spätestens im Jahr 2019 geplant.

Die Arbeiten an Heft 14 (Rheinland-Pfalz), bearbeitet von Magdalena Weileder, und 15 (Norddeutschland), bearbeitet von Doris Bulach, schreiten ebenfalls voran.

Das "Italienprojekt" des Regesta Imperii-Spätmittelaltermoduls

In enger Kooperation mit anderen Spätmittelalter-Projekten der Regesta Imperii (Regesten Heinrichs VII. und Regesten Friedrichs III.) wurde im Jahr 2017 zudem damit begonnen, die Überlieferung von Urkunden der spätmittelalterlichen Kaiser in italienischen Archiven und Bibliotheken zu erschließen. Zahlreiche Archivreisen, insbesondere nach Ligurien, in die Lombardei und ins Veneto wurden in den vergangenen zwei Jahren durch die Pojektpartner unternommen, die dabei auch Material für Ludwig den Bayern mitsammelten, so wie auch die Münchner Mitarbeiterinnen bei ihren Aufenthalten in Mailand und Rom im Herbst 2017 und im Frühjahr 2018 die für Heinrich VII. und Friedrich III. relevante Überlieferung miterschlossen. Für einzelne Regionen Italiens ist die Materialsammlung für Ludwig den Bayern bereits abgeschlossen. Weitere Reisen in die Toskana, insbesondere das Staatsarchiv in Florenz, sind in Planung.

 

Zur Projektseite bei den Regesta Imperii
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Stand: 9. Oktober 2018

Nachrichten zum Projekt aus dem Archiv:

Leitung der Arbeitsstelle

Dr. Doris Bulach

LMU München
Historisches Seminar
Historische Grundwissenschaften und Historische Medienkunde

Postadresse:
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München

Besuchsadresse:
Amalienstr. 52, Zi. 204
Tel. 089/2180-6174

Doris.Bulach@lrz.uni-muenchen.de

Magdalena.Weileder@lrz.uni-muenchen.de