Historische Grundwissenschaften und Historische Medienkunde
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Wintersemester 2017/18

Die Veranstaltungen finden, soweit nicht anders angegeben, im Historicum, Schellingstr. 12/ Amalienstr. 52 statt.

Die zentrale Einführungsveranstaltung des Historischen Seminars für Studienanfängerinnen und Studienanfänger im Fach Geschichte findet in der Woche vor Semesterbeginn statt. Die Teilnahme wird allen Erstsemestern dringendst empfohlen. Hier erhalten Sie detaillierte Auskünfte über die verschiedenen Abteilungen des Faches, Fremdsprachenanforderungen sowie Studienplanung und Scheinanforderungen in den Studiengängen. Außerdem werden auch Führungen durch die Bibliothek des Historicums angeboten.

Download: Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis der Abteilung Historische Grundwissenschaften und Historische Medienkunde, Wintersemester 2017/18 (674 kB)


Vorlesung / Einführungsvorlesung / Spezialvorlesung

Prof. Dr. Irmgard Fees

Papsturkunden des frühen und hohen Mittelalters, 2stündig

Di, 8-10 Uhr, Geschwister-Scholl-Platz 1, HS M 101, Beginn: 17.10.2017.

Der Papst und die päpstliche Kanzlei waren der größte Urkundenaussteller des Mittelalters, und die von hier ausgehenden Urkunden gehörten neben den Herrscherurkunden zu den historisch bedeutendsten und einflussreichsten Urkundentypen dieser Zeit. Die Vorlesung behandelt die Papsturkunden von ihrem ersten Auftreten im frühen Mittelalter an umfassend, stellt die verschiedenen Typen von Urkunden vor, die sich im Laufe der Zeit entwickeln (Privilegien, Litterae, Bullen), widmet sich ihrem äußeren und inneren Erscheinungsbild. Schließlich gilt die Aufmerksamkeit den päpstlichen Siegeln, den Registern und dem Aufbau der päpstlichen Kanzlei.

Literatur zur Einführung:
- Thomas FRENZ, Papsturkunden des Mittelalters und der Neuzeit (Historische Grundwissenschaften in Einzeldarstellungen. 2), 2., aktualis. Aufl. 2000.
- Klaus HERBERS, Geschichte des Papsttums im Mittelalter, 2012
.

Prüfungsform im BA und modularisierten Lehramt: KL.
Keine Prüfung im Didaktikfach Mittelschule und Sonderpädagogik.


Vertiefungskurs / Aufbaukurs Master

Prof. Dr. Irmgard Fees

Graphische Zeichen und Symbole im Mittelalter, 3stündig

Do, 11–14 Uhr, Historicum HS K 327, Beginn: 19.10.2017.

Anmeldung durch Listeneintrag

Zeichen und graphische Symbole spielen in vielen Bereichen des menschlichen Lebens eine Rolle. Aus der großen Menge der Zeichen greift das Seminar für die Epoche des Mittelalters die Gruppe der personenbezogenen Zeichen heraus, d. h. der Zeichen, die als charakterisierende, repräsentative oder symbolische Kennzeichen für eine bestimmte Person oder für eine Gruppe von Personen stehen. Das sind vor allem die Monogramme und Rekognitionszeichen der Herrscherurkunden, die Rota und das Benevalete der Papsturkunden, Unterschriftszeichen in Privaturkunden und Notarssignete, aber auch Steinmetzzeichen, Handelsmarken, Hauszeichen, Siegel und Wappen. Wie und warum entstehen solche Zeichen, wie werden sie angewendet und verändert, welche graphischen Grundelemente oder Strukturen lassen sich in ihnen erkennen - diese Fragen sollen vergleichend untersucht werden.

Literatur zur Einführung:
- Peter RÜCK, Beiträge zur diplomatischen Semiotik, in: Graphische Symbole in mittelalterlichen Urkunden, hg. von Peter RÜCK (Historische Hilfswissenschaften. 3), Sigmaringen 1996, S. 13-47.

Prüfungsformen im BA und modul. LA: RE, MP, HA.
Prüfungsformen im Master und GSP-Aufbaukurs: RE, HA.


Bachelorkurs / Doktorandenkolloquium / Masterkolloquium / Oberseminar

Prof. Dr. Irmgard Fees

Seminar für Doktoranden, Masterstudierende und Bachelorstudierende im Abschlusssemester, 2stündig.

Di, 18-20 Uhr, Historicum HS K 302, Beginn: 24.10.2017.

Anmeldung unter: Irmgard.Fees@lrz.uni-muenchen.de

Im Oberseminar wird über den Stand der laufenden Bachelorarbeiten, Masterarbeiten und Dissertationen berichtet; zudem stellen Mitarbeiter und auswärtige Kollegen ihre Projekte vor. Mehrere Sitzungen finden in Zusammenarbeit mit Frau Prof. Dr. Julia Herzberg und ihrer Übung „Archiv. Macht. Wissen. Einführung in die Kulturgeschichte des Archivs“ statt; Termine werden noch bekanntgegeben.

Prüfungsform(en) im BA: RE.


Basiskurs

Dr. Franz-Albrecht Bornschlegel

Schrift und Schriftlichkeit im Mittelalter - die Stadt Nürnberg, 3stündig.

Mi, 08–11 Uhr, Historicum HS K 302, Beginn: 18.10.2017.

Die Anmeldung zum Basiskurs erfolgt zentral im Zuge der Anmeldung zu den Seminaren der mittelalterlichen Geschichte (siehe dazu die Ankündigungen bei der mittelalterlichen Geschichte).

Im ersten Teil der Veranstaltung sollen die schriftlichen Zeugnisse des Mittelalters allgemein kategorisiert, methodisch erfasst und im zeitlichen Wandel betrachtet werden. Er dient der Einführung in die Grundbegriffe, Arbeitsmethoden und Hilfsmittel der Historischen Grundwissenschaften, die sich aus etablierten wie jungen Forschungszweigen zusammensetzen. Jedes Fach ist für sich autonom und erfordert eigene Fragestellungen und Methoden. Der Kurs beschäftigt sich mit der Diplomatik (Urkundenlehre) und der Paläographie (Lehre der Entwicklung der lateinischen Schrift), die zu den klassischen Disziplinen der Historischen Grundwissenschaften zählen und den Schwerpunkt des Basiskurses bilden. Ferner gilt die Betrachtung den eng mit diesen Kernfächern in Zusammenhang stehenden Forschungsbereichen Chronologie (Zeitrechnungslehre), Sphragistik (Siegelkunde) sowie der an der hiesigen Abteilung besonders gepflegten, jungen Disziplin der Epigraphik (Inschriftenkunde) des Mittelalters und der Neuzeit.
Im zweiten Teil der Veranstaltung stellen ausgewählte Schriftzeugnisse aus der Stadt Nürnberg die Referatsthemen, die nach allgemein historischen wie grundwissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten sind.

Literatur zur Einführung:
- Ahasver von BRANDT, Werkzeug des Historikers. Eine Einführung in die Historischen Hilfswissenschaften. Mit aktualisierten Literaturnachträgen und einem Nachwort von Franz FUCHS (Urban Taschenbücher 33), 17. Aufl. Stuttgart-Berlin-Köln 2007.
- Nils Freytag / Wolfgang Piereth, Kursbuch Geschichte. Tipps und Regeln für wissenschaftliches Arbeiten, 5. aktualisierte Aufl. 2011.

Prüfungsform(en) im BA und im modularisierten Lehramt: RE, KL, HA.
Prüfungsformen im Didaktikfach Mittelschule und Sonderpädagogik: RE, HA.


Lektürekurs

Prof. Dr. Irmgard Fees

Lektürekurs für das Masterstudium

Erste Sitzung: 25.10.2017, 9 Uhr c.t. (Historicum K 203: Zimmer Prof. Dr. Irmgard Fees), danach selbständiges Arbeiten

Anmeldung unter: irmgard.fees@lrz.uni-muenchen.de

Im Lektürekurs innerhalb des Master-Studiengangs lesen die Studierenden selbständig wissenschaftliche Literatur, die zu den Grundlagenwerken des Faches gehört oder einen besonderen Einfluss auf die Forschung ausgeübt hat. Die Auswahl der Titel erfolgt in Absprache mit der Dozentin in der ersten Sitzung; in einer Zwischenbesprechung gegen Mitte des Semesters können etwaig auftretende Fragen oder Probleme erörtert werden; in der mündlichen Prüfung am Semesterende wird die Lektüre diskutiert.

Prüfungsform(en): MP (Gemeinsames Abschlussgespräch).


Übungen

Dr. Franz-Albrecht Bornschlegel

Chronologische Übungen, 2stündig.

Do, 11–13 Uhr, Historicum HS K 202, Beginn: 19.10.2017 (Teilnehmerzahl auf 20 beschränkt).

Anmeldung durch Listeneintrag

Datierungen des Abendlandes von vorchristlicher Zeit bis zum 20. Jahrhundert bieten den zeitlichen und geographischen Rahmen dieser Übung. Anhand ausgewählter Beispiele unterschiedlicher Quellengattungen sollen Datierungen und Datierungszusätze gelesen und gedeutet sowie die diversen Jahres-, Monats- und Tagesbezeichnungen berechnet werden.

Literatur zur Einführung:
- A.-D. von der BRINCKEN, Historische Chronologie des Abendlandes. Kalenderreformen und Jahrtausendrechnungen. Eine Einführung. Stuttgart u.a. 2000.
- H. GROTEFEND, Taschenbuch der Zeitrechnung des deutschen Mittelalters und der Neuzeit. 12., verbesserte Auflage, Hannover 1982. Durchgesehen von Jürgen AISCH

Prüfungsform(en) im BA und im modularisierten Lehramt: KL.
Prüfungsform(en) im MA und Master-Nebenfach (His im GSP): KL.
Die Übungen des BA-Typs "Grundwissenschaften" entsprechen den Anforderungen der LPO I § 67 Nr. 2d.


Prof. Dr. Hubert Emmerig

Neuzeitliches Geldwesen in Bayern, 2stündig.

Blockveranstaltung: Fr, 22.12.2017 / Fr, 19.01.2018 / Fr, 02.02.2018 / jeweils 9–17 Uhr, Historicum HS K 226 (Teilnehmerzahl auf 20 beschränkt).

Anmeldung durch Listeneintrag

Am Beispiel der bayerischen Verhältnisse werden die Grundstrukturen neuzeitlichen Münz- und Geldwesens behandelt, wobei sich der Bogen vom Aufbau eines neuzeitlichen Nominalsystems im frühen 16. Jahrhundert bis ins 19. oder 20. Jahrhundert erstreckt. Vorlage und Untersuchung von Originalmünzen, Lektüre schriftlicher Quellen und Referate der Teilnehmer ermöglichen insbesondere auch Anfängern einen Einstieg in die Münzgeschichte der Neuzeit.

Prüfungsform(en) im BA und im modularisierten Lehramt: RE.
Prüfungsform(en) im MA und Master-Nebenfach (His im GSP): RE.
Die Übungen des BA-Typs "Grundwissenschaften" entsprechen den Anforderungen der LPO I § 67 Nr. 2d.


Prof. Dr. Irmgard Fees

Die Historischen Grundwissenschaften im Überblick, 2stündig.

Mi, 14–16 Uhr, Historicum HS K 302, Beginn: 18.10.2017 (Teilnehmerzahl auf 20 beschränkt; besonders geeignet für Lehramtskandidaten).

Anmeldung durch Listeneintrag

Die Übung führt in die klassischen Disziplinen der Historischen Grundwissenschaften (vor allem Urkundenlehre, Schriftgeschichte und –beschreibung, Zeitrechnung, Siegelkunde, Wappenkunde und Genealogie) ein. Dabei soll ein besonderes Augenmerk darauf gerichtet werden, welche Sachfragen und Inhalte sich auch für die Vermittlung an Schüler oder an ein interessiertes nicht-wissenschaftliches Publikum eignen und wie sie präsentiert werden können.

Literatur zur Einführung:
- A. von BRANDT, Werkzeug des Historikers. Eine Einführung in die Historischen Hilfswissenschaften, 17. Aufl., mit Literaturnachträgen u. einem Nachwort von Franz FUCHS, 2007
- F. BECK und E. HENNING (Hg.), Die archivalischen Quellen. Eine Einführung in ihre Benutzung, Weimar 1994, 3. Aufl. 2003
- Handschriften des Mittelalters: Grundwissen Kodikologie und Paläographie, hg. von M. KLUGE, 2014.

Prüfungsform(en) im BA und im modularisierten Lehramt: KL.
Die Übungen des BA-Typs "Grundwissenschaften" entsprechen den Anforderungen der LPO I § 67 Nr. 2d.


Prof. Dr. Irmgard Fees / Julian Schulz M.A.

Notarszeichen 2.0: Klassische Quellen treffen auf digitale Methoden, 2stündig.

Mo, 18–20 Uhr, Historicum HS K 226, Beginn: 23.10.2017 (Teilnehmerzahl auf 15 beschränkt).

Anmeldung durch Listeneintrag

Jeder Notar des Mittelalters und der Frühen Neuzeit verwendete ein eigenes, individuell gestaltetes Zeichen, das integraler Bestandteil seiner notariellen Unterfertigung war. Diese Zeichen, die von den Notaren selbst entworfen und lebenslang geführt wurden, sind von großer inhaltlicher und graphischer Vielfalt. In der Übung sollen Notarszeichen aus bayerischen Archiven digital erfasst und auf die Frage hin untersucht werden, welche historischen Erkenntnisse man durch sie gewinnen kann und in welcher Weise digitale Methoden die Erkenntnismöglichkeiten verbessern und erweitern.
Die Übung findet in Kooperation mit der IT-Gruppe Geisteswissenschaften statt. Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, wohl aber das Interesse, sich grundlegende Methoden der Datenerfassung (u.a. OCR), -strukturierung (relationale Datenbanken) und anschließenden Präsentation im Web praxisnah anzueignen.

Literatur zur Einführung:
- P.-J. SCHULER, Genese und Symbolik des nordeuropäischen Notarszeichens, in: P. Rück (Hg.), Graphische Symbole in mittelalterlichen Urkunden. Beiträge zur diplomatischen Semiotik (Historische Hilfswissenschaften. 3), Sigmaringen 1996, S. 669-687.
- DERS., Südwestdeutsche Notarszeichen. Mit einer Einleitung über die Geschichte des deutschen Notarszeichens (Konstanzer Geschichts- und Rechtsquellen. 22), Sigmaringen 1976.
- M. REHBEIN, Was sind Digital Humanities?, in: Akademie Aktuell (01/2016), S. 12-17 (URL).

Prüfungsform(en) im BA und im modularisierten Lehramt: ES.
Prüfungsform(en) im MA und Master-Nebenfach (His im GSP): ES.
Die Übungen des BA-Typs "Grundwissenschaften" entsprechen den Anforderungen der LPO I § 67 Nr. 2d.


Dr. Christian Friedl

cc-a, us-Hakerl und das Geldsack-e. Die Schrift im Mittelalter und der Frühen Neuzeit, 2stündig.

Mo, 10–12 Uhr, Historicum HS K 327, Beginn: 16.10.2017 (Teilnehmerzahl auf 20 beschränkt).

Anmeldung durch Listeneintrag

In dieser Übung lernen Sie lesen! Und zwar das Lesen mittelalterlicher Schriften, die nicht immer einfach zu „transkribieren“, also zu entziffern sind. Es gibt sehr hässliche Schriften wie die Jüngere Römische Kursive (Spätantike), aber auch ungemein formschöne, ja ästhetische Schriften wie die Karolingische Minuskel oder die Textura (Hoch- und Spätmittelalter). Wir werden ihre Eigenheiten erarbeiten, uns die Entwicklung der einen aus der anderen der vielen Schriften ansehen und … wir werden lesen, lesen, lesen.
Vorteil der Übung: Sie bekommen niemals Hausaufgaben auf. „Nachteil“ der Übung: Sie müssen mitmachen! Die Veranstaltung ist nicht als „Konsumübung“ konzipiert, sondern Ihre Mitarbeit wird vorausgesetzt und erwartet. Außerdem ist ein rudimentäres Mindestmaß an Latein notwendig: wir werden nicht übersetzen, aber die Schrift bzw. Schriftlichkeit des Mittelalters weist das Phänomen auf, viele lateinische Endungen zu kürzen; Sie müssen die Wörter also zumindest erkennen und ein bisschen Deklination und Konjugation beherrschen.

Prüfungsform(en) im BA und im modularisierten Lehramt: KL.
Prüfungsform(en) im MA und Master-Nebenfach (His im GSP): KL.
Die Übungen des BA-Typs "Grundwissenschaften" entsprechen den Anforderungen der LPO I § 67 Nr. 2d.


Dr. Julian Holzapfl

Beschwerdebriefe des 18. bis 20. Jahrhunderts – Leseübung zur Deutschen Schrift an archivalischen Originalquellen, 2stündig.

Mi. 17-19 Uhr, Bayer. Hauptstaatsarchiv, Schönfeldstr. 5, Beginn: 18.10.2017 (Teilnehmerzahl auf 15 begrenzt).

Anmeldung durch Listeneintrag

Für die historische Forschung in älteren Originalquellen ist das flüssige Lesen deutscher Handschriften Voraussetzung. Die nicht einfache „Deutsche Schrift“ des 18. bis 20. Jahrhunderts, auch als "Kurrent" oder - meist fälschlicherweise - als "Sütterlin" bekannt, soll am Beispiel archivalischer Originaldokumente eingeübt werden. Im Mittelpunkt werden Briefe von Untertanen bzw. Bürgern stehen, die sich bei der Obrigkeit über Missstände, Notlagen oder Zumutungen beschweren. Zusätzlich zu Leseübungen wird kurz in die archivalische Quellenkunde eingeführt und es werden Fragen der historischen Quellenkritik angesprochen. Damit sollen Schwellenängste gegenüber dem in Archiven lagernden Grundmaterial historischer Forschung abgebaut werden – und den Teilnehmern vielleicht sogar Anregungen für eigenes Forschen und Recherchieren in Archiven gegeben. Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt, wohl aber regelmäßige und aktive Teilnahme.

Prüfungsform(en) im BA und im modularisierten Lehramt: KL.
Prüfungsform(en) im MA und Master-Nebenfach (His im GSP): KL.
Die Übungen des BA-Typs "Grundwissenschaften" entsprechen den Anforderungen der LPO I § 67 Nr. 2d.


Dr. Thomas Horst

Altkarten als Quelle für den Historiker (mit Exkursion), 2stündig.

Blockveranstaltung: Fr, 15.12.2017, 14-18 Uhr (Einführung) / Fr, 12.01.2018, 14-18 Uhr (HS 226) / Sa, 13.01.2018, 10-14 Uhr (HS 226) / Mi, 17.01.2018, 15-19 Uhr (Exkursion UB und BSB) / Sa, 20.01.2018, 10-17 Uhr (HS 226, Referate) (Teilnehmerzahl auf 15 beschränkt).

Anmeldung durch Listeneintrag

Karten und kartenverwandte Darstellungsformen (wie Globen und Reliefs) spielen seit jeher im Leben der Menschen eine wichtige Rolle, stellt doch der geographische Raum neben den darin handelnden Personen und der Zeit eine Grundbedingung des Entstehens von Historie dar. Die Geschichte der Kartographie beschäftigt sich als Teil der Kultur- und Technikgeschichte mit der wissenschaftlichen Erforschung, Beschreibung und Bedeutung von Altkarten in der Vergangenheit bis zur Gegenwart.
Die Blockveranstaltung soll dazu dienen anhand von ausgewählten Beispielen einen Überblick über die Geschichte dieser Disziplin im Wandel der Zeiten (von der Antike bis in die Frühe Neuzeit) zu vermitteln. In zahlreichen Übungen wird das Lesen von Altkarten und kartenverwandten Darstellungsformen, das heißt Karteninterpretation und Kartenanalyse behandelt werden. Hierzu ist auch ein Besuch in der Kartenabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek sowie in der Abteilung Altes Buch der Universitätsbibliothek an der LMU vorgesehen, wo die Teilnehmenden wertvolle Originale betrachten können.
Außerdem werden in der Veranstaltung einschlägige Hilfsmittel und die fachspezifische Terminologie, die diese Quellen betrifft, vorgestellt. Insbesondere die Rolle der Kartographiegeschichte als „Historische Grundwissenschaft“ wird im Zentrum der Veranstaltung stehen; ebenso ihre engen Beziehungen zur Geschichte der Naturwissenschaften und zur Entdeckungsgeschichte.

Literatur zur Einführung:
- Thomas HORST, Die Welt als Buch. Gerhard Mercator (1512-1594) und der erste WeltATLAS. Bildband anlässlich der Faksimilierung des Mercatoratlas von 1595 (2°Kart. B 180 / 3) der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, mit allen Kartentafeln dieser Ausgabe. Gütersloh und München 2012.
- Ivan KUPCÍK, Alte Landkarten. Von der Antike bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Ein Handbuch zur Geschichte der Kartographie, Stuttgart 2011.
- Folker REICHERT, Das Bild der Welt im Mittelalter, Darmstadt 2013.
- Patricia SEED, The Oxford Map Companion. One Hundred Sources in World History, Oxford 2014. Genese und Symbolik.

Prüfungsform(en) im BA und modul. LA: RE.
Prüfungsform(en) im Master und im Master-Nebenfach (His im GSP): RE.
Die Übungen des BA-Typs "Grundwissenschaften" entsprechen den Anforderungen der LPO I § 67 Nr. 2d.


Über die hier angeführten Lehrveranstaltungen hinaus kann der Leistungsnachweis einer Lehrveranstaltung aus den Historischen Grundwissenschaften auch aus dem folgenden Angebot anderer Institute erworben werden:

Dr. Gerhard Immler
Archivalische Quellen zur Geschichte des Dreißigjährigen Krieges, 2stündig (Di, 17-19 Uhr)
Für weitere Informationen bitte das Vorlesungsverzeichnis (via LSF) konsultieren.