Historische Grundwissenschaften und Historische Medienkunde
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Wintersemester 2016/17

Die Veranstaltungen finden, soweit nicht anders angegeben, im Historicum, Schellingstr. 12/ Amalienstr. 52 statt.

Die zentrale Einführungsveranstaltung des Historischen Seminars für Studienanfängerinnen und -anfänger im Fach Geschichte findet in der Woche vor Semesterbeginn statt. Die Teilnahme wird allen Erstsemestern dringendst empfohlen. Hier erhalten Sie detaillierte Auskünfte über die verschiedenen Abteilungen des Faches, Fremdsprachenanforderungen sowie Studienplanung und Scheinanforderungen in den Studiengängen. Außerdem werden auch Führungen durch die Bibliothek des Historicums angeboten.

Download: Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis der Abteilung Historische Grundwissenschaften und Historische Medienkunde, Wintersemester 2016/17 (294 kB)


Vorlesung / Einführungsvorlesung / Spezialvorlesung

apl. Prof. Dr. Martina Hartmann

Die Historischen Grundwissenschaften im Überblick, 2stündig

Mi. 10-12 Uhr, Geschwister-Scholl-Platz 1, Raum M 209, Beginn: 19.10.2016.

Die Vorlesung möchte eine Einführung in die ʻgroßenʼ und die ʻkleinenʼ Grundwissenschaften geben, die für jede wissenschaftliche historische Arbeit unerlässlich sind. Behandelt werden sollen Paläographie, Diplomatik, Aktenkunde, Sphragistik, Chronologie, Heraldik, Epigraphik, Genealogie und Numismatik. Es soll die Geschichte dieser Grundwissenschaften knapp dargestellt und die Arbeitsweise an praktischen Beispielen erläutert und vorgeführt werden.

Literatur zur Einführung:
Christian ROHR, Historische Hilfswissenschaften. Eine Einführung, Wien u.a. 2015.

Einführung auf der Homepage der Abt. für Historische Grundwissenschaften und Historische Medienkunde.

Prüfungsform(en) im BA und im modularisierten Lehramt: KL.
Keine Prüfung im Didaktikfach – Mittelschule und Sonderpädagogik (Studienbeginn ab WS 2015/2016).


Hauptseminar / Vertiefungskurs / Aufbaukurs Master

Dr. Franz-Albrecht Bornschlegel / PD Dr. Romedio Schmitz-Esser

Augsburg und Venedig im Blick der Inschriften. Eigenständigkeit – Nahtstellen – Unterschiede, 3stündig

Fr. 13-16 Uhr, Historicum HS K 302, Beginn: 28.10.2016 (Teilnehmerzahl auf 15 beschränkt).

Persönliche Anmeldung nach vorheriger Terminvereinbarung (Franz.A.Bornschlegel@lrz.uni-muenchen.de) ab sofort.

Augsburg und Venedig, zwei der großen städtischen Metropolen nördlich und südlich der Alpen, weisen insbesondere im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit enge Beziehungen im wirtschaftlichen und künstlerischen Bereich auf. Für den frühen Buchdruck ist durch die Person Erhard Ratdolts, der in Augsburg und Venedig stilbildend wirkte, eine sehr enge Verbin-dung nachzuweisen, für den epigraphischen Bereich hingegen wurden bislang kaum Vergleiche angestellt. In unserem Seminar stehen nun die Inschriften im Zentrum der Betrachtung, wobei im ersten Schritt inschriftliche Programme bedeutender Gebäude, Bestattungsformen, Grablegen und Grabinschriften hoher Würdenträger sowie Schriftformen und Inschriftensprache für Augsburg und Venedig einzeln zu erarbeiten und referieren sind, um im zweiten Schritt durch gemeinsam angestellte Vergleiche in den inschriftlichen Gewohnheiten der beiden Städte Eigenständigkeiten, Nahtstellen und Unterschiede erkennen und herauskristallisieren zu können.

Im Rahmen der Veranstaltung werden zwei Exkursionen nach Augsburg (4.11.) und Venedig (27.11.-1.12.) durchgeführt. Die Inaugenscheinnahme ausgewählter Inschriftenoriginale sowie die Teilnahme und Mitwirkung an dem epigraphischen Workshop „Epigrafia tra Sud e Nord: Influssi, paralleli e diversità nelle iscrizioni del tardo medioevo - Epigraphik zwischen Süd und Nord: Einflüsse, Parallelen und Unterschiede spätmittelalterlicher Inschriften (28./29.11.)“ bilden den Schwerpunkt unseres Venedigaufenthalts

Literatur zur Einführung:
Epigraphische Einführung allgemein:
Peter M. KLOOS, Einführung in die Epigraphik des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Dar-mstadt 1980, 2. erg. Aufl. 1992.

Einblick spätma./frühnz. Grabinschriften Venedig:
Debra PINCUS, The tombes of the doges of Venice. Cambridge 2000.

Einblick spätma./frühnz. Grabinschriften Augsburg:
Karl KOSEL, Der Augsburger Domkreuzgang und seine Denkmäler. Sigmaringen 1991.

Prüfungsform(en) im BA und im modularisierten Lehramt: RE, KL, HA.
Prüfungsform(en) im Master und im Master-Nebenfach (His im GSP): RE, HA.


Bachelorkurs / Doktorandenkolloquium / Oberseminar

Prof. Dr. Irmgard Fees

Oberseminar für Doktoranden, Master- und Bachelorstudierende und fortgeschrittene Studierende (Blockveranstaltung).

Termin wird noch bekannt gegeben.

Anmeldung unter: Irmgard.Fees@lrz.uni-muenchen.de

Im Oberseminar (als Blockveranstaltung) referieren Bachelorkandidaten, Masterkandidaten und Doktoranden über den Stand ihrer Arbeiten; auch andere Projekte aus dem Bereich der Historischen Grundwissenschaften können vorgestellt werden. Gegen Ende des Semesters besuchen wir im Rahmen einer Exkursion die bayerisch-tschechische Landesausstellung zu Kaiser Karl IV. (1316–1378) in Nürnberg.

Prüfungsform(en) im BA: RE.


Basiskurs

Dr. Franz-Albrecht Bornschlegel

Schrift und Schriftlichkeit im Mittelalter - die Stadt Bamberg, 3stündig.

Do. 8-11 Uhr, Historicum HS K 202, Beginn: 20.10.2016.

Die Anmeldung zum Basiskurs erfolgt zentral im Zuge der Anmeldung zu den Seminaren der mittelalterlichen Geschichte (siehe dazu die Ankündigungen bei der mittelalterlichen Geschichte).

Im ersten Teil der Veranstaltung sollen die schriftlichen Zeugnisse des Mittelalters allgemein kategorisiert, methodisch erfasst und im zeitlichen Wandel betrachtet werden. Er dient der Einführung in die Grundbegriffe, Arbeitsmethoden und Hilfsmittel der Historischen Grundwissenschaften, die sich aus etablierten wie jungen Forschungszweigen zusammensetzen. Jedes Fach ist für sich autonom und erfordert eigene Fragestellungen und Methoden. Der Kurs beschäftigt sich mit der Diplomatik (Urkundenlehre) und der Paläographie (Lehre der Entwicklung der lateinischen Schrift), die zu den klassischen Disziplinen der Historischen Grundwissenschaften zählen und den Schwerpunkt des Basiskurses bilden. Ferner gilt die Betrachtung den eng mit diesen Kernfächern in Zusammenhang stehenden Forschungsbereichen Chronologie (Zeitrechnungslehre), Sphragistik (Siegelkunde) sowie der an der hiesigen Abteilung besonders gepflegten, jungen Disziplin der Epigraphik (Inschriftenkunde) des Mittelalters und der Neuzeit.
Im zweiten Teil der Veranstaltung stellen ausgewählte Schriftzeugnisse aus der Stadt Bamberg die Referatsthemen, die nach allgemein historischen wie grundwissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten sind (mit Tagesexkursion nach Bamberg).

Literatur zur Einführung:
Ahasver VON BRANDT, Werkzeug des Historikers. Eine Einführung in die Historischen Hilfswissenschaften. Mit aktualisierten Literaturnachträgen und einem Nachwort von Franz FUCHS (Urban Taschenbücher 33), 18. Aufl. Stuttgart 2012.

Nils FREYTAG / Wolfgang PIERETH, Kursbuch Geschichte. Tipps und Regeln für wissenschaftliches Arbeiten, 5. aktualisierte Aufl. Paderborn 2011.

Prüfungsform(en) im BA und im modularisierten Lehramt: KL, RE, HA.
Prüfungsform(en) im BA und im Didaktifach – Mittelschule und Sonderpädagogik (Studien-beginn ab WS 2015/2016): RE, HA.


Lektürekurs

Dr. Franz-Albrecht Bornschlegel

Lektürekurs für das Masterstudium

Anmeldung unter: Franz.A.Bornschlegel@lrz.uni-muenchen.de (bis 17.10.2016).

Im Lektürekurs innerhalb des Master-Studiengangs lesen die Studierenden selbständig wissenschaftliche Literatur, die zu den Grundlagenwerken des Faches gehört oder einen besonderen Einfluss auf die Forschung ausgeübt hat. Die Auswahl der Titel erfolgt in Absprache mit dem Dozenten; in einer Zwischenbesprechung gegen Mitte des Semesters können etwaig auftretende Fragen oder Probleme erörtert werden; in der mündlichen Prüfung am Semesterende wird die Lektüre diskutiert.

Prüfungsform(en): MP (Gemeinsames Abschlussgespräch).


Übung

Prof. Dr. Hubert Emmerig

Bayerns Geldwesen von den Staufern bis ins Spätmittelalter: Regionaler Pfennig und das Aufkommen von Groschen- und Goldgeld, 2stündig.

Blockveranstaltung: Fr. 16.12.16, Fr. 20.01.17, Fr. 02.02.17 / jeweils 9-17 Uhr, Historicum HS K 226 (Teilnehmerzahl auf 20 begrenzt).

Anmeldung durch Listeneintrag

Die Veranstaltung macht mit Grundbegriffen des deutschen und insbesondere bayerischen Münzwesens in der Zeit des regionalen Pfennigs und im Spätmittelalter bekannt, also etwa in der Zeit vom 12. bis ins 15. Jahrhundert. Neben der Münzprägung selbst (Originale und Fotos) werden einschlägige schriftliche Quellen, Münzfunde und Fragen des Geldumlaufs, aber auch Forschungsstand und Forschungsmethoden behandelt.

Prüfungsform(en) im BA und im modularisierten Lehramt: RE.
Prüfungsform(en) im MA und Master-Nebenfach (His im GSP): RE.
Die Übung des BA-Typs „Grundwissenschaften“ entspricht den Anforderungen der alten LPO I § 71 (2) Nr. 2d bzw. der neuen LPO I § 67 Nr. 2d.


Dr. Christian Friedl

Paläographisch-diplomatisches Praktikum, 2stündig.

Mi. 13-15 Uhr, Historicum HS K 202, Beginn: 19.10.2016 (Teilnehmerzahl auf 20 begrenzt).

Anmeldung durch Listeneintrag

Vor allem die Paläographie (die Lehre von der Schrift und ihrer Entwicklung), aber auch die Diplomatik (Urkundenlehre) sind DIE wesentlichen Stützen, sobald man wirklich einmal eine mittelalterliche Quelle vor sich hat. Die Schriften des Mittelalters sind nicht immer einfach zu lesen (und „dummerweise“ in Latein), man braucht Übung, um die es in erster Linie in diesem „Paläographisch-diplomatischen Praktikum“ geht. Die Urkunde selbst ist eine der hervorra-gendsten Zeugen des Mittelalters, auch sie, Rechtsdokument erster Klasse, muss in ihrem Aufbau, Aussehen und Inhalt verstanden werden. Auch daran werden wir üben. Üben. Üben. Üben (und nebenbei werden wir auch noch das Eine oder Andere über mittelalterliche Zeit-rechnung und Siegel erfahren)!
Grundkenntnisse in Latein wären von absolutem Vorteil! Es geht nicht so sehr um das Über-setzen (obwohl wir uns einmal auch den Inhalt einer Urkunde ansehen werden), sondern um das Erkennen der (lateinischen) Schrift: Sie wissen ja sonst gar nicht, was Sie da lesen.

Prüfungsform(en) im BA und im modularisierten Lehramt: KL.
Prüfungsform(en) im MA und Master-Nebenfach (His im GSP): KL.
Die Übung des BA-Typs „Grundwissenschaften“ entspricht den Anforderungen der alten LPO I § 71 (2) Nr. 2d bzw. der neuen LPO I § 67 Nr. 2d.


Dr. Julian Holzapfl

Beschwerdebriefe des 18. bis 20. Jahrhunderts – Leseübung zur Deutschen Schrift an archiva-lischen Originalquellen, 2stündig.

Mi. 17-19 Uhr, Bayer. Hauptstaatsarchiv, Schönfeldstr. 5, Beginn: 19.10.2016 (Teilneh-merzahl auf 15 begrenzt).

Anmeldung durch Listeneintrag

Für die historische Forschung in älteren Originalquellen ist das flüssige Lesen deutscher Handschriften Voraussetzung. Die nicht einfache „Deutsche Schrift“ des 18. bis 20. Jahrhunderts, auch als "Kurrent" oder - meist fälschlicherweise - als "Sütterlin" bekannt, soll am Beispiel archivalischer Originaldokumente eingeübt werden. Im Mittelpunkt werden Briefe von Untertanen bzw. Bürgern stehen, die sich bei der Obrigkeit über Missstände, Notlagen oder Zumutungen beschweren. Zusätzlich zu Leseübungen wird kurz in die archivalische Quellenkunde eingeführt und es werden Fragen der historischen Quellenkritik angesprochen. Damit sollen Schwellenängste gegenüber dem in Archiven lagernden Grundmaterial historischer Forschung abgebaut werden – und den Teilnehmern vielleicht sogar Anregungen für eigenes Forschen und Recherchieren in Archiven gegeben. Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt, wohl aber regelmäßige und aktive Teilnahme.

Prüfungsform(en) im BA und im modularisierten Lehramt: RE.
Prüfungsform(en) im MA und Master-Nebenfach (His im GSP): KL.
Die Übung des BA-Typs „Grundwissenschaften“ entspricht den Anforderungen der alten LPO I § 71 (2) Nr. 2d bzw. der neuen LPO I § 67 Nr. 2d.


Dr. Gerhard Schön

Einführung in die Informatik für Historiker, 2stündig.

Di. 16-18 Uhr, Schellingstr. 33, HS 3010, Beginn: 18.10.2016 (Teilnehmerzahl auf 14 begrenzt).

Anmeldung unter: schoen [at] lmu.de

Im Zeitalter der Informationsgesellschaft haben sich Medienlandschaft und Wissenschaft entscheidend verändert. Auch die geisteswissenschaftlichen Disziplinen ziehen in Quellen und Methoden einen entscheidenden Vorteil aus dem technologischen Fortschritt. Diese Übung zielt darauf ab, (angehenden) Historikern einen Überblick der für wissenschaftliches Arbeiten relevanten digitalen Landschaft zu vermitteln und vor dem Hintergrund der Informatik praktische Erfahrungen für Studium und Forschung zu bieten.
Beginnend mit dem sinnvollen Einsatz von Textverarbeitung (Formatvorlagen, Inhaltsverzeichnisse, Register) und einem Vergleich zwischen Word und LaTeX, entwickeln wir Methoden und Strategien, um im Internet Quellen, Ideen und Literatur zu finden und mit Literaturverwaltungssoftware wie bibTeX oder Endnote sinnvoll zu verwalten und zu zitieren. Die Digitalisierung, Archivierung und Bearbeitung von Texten und Bildern (Photoshop, Tagging, OCR) bietet uns eine Grundlage für die Einführung in die systematische Datenhaltung in Tabellenkalkulation und relationalen Datenbanken (mit Datenbankentwurf und SQL Grundlagen) sowie in Dokumente mit Baumstruktur (Fußnoten, Apparate, Auszeichnungen und Querverweise am Beispiel der Edition von Urkunden und Inschriften, mit Einführung in XML unter Beachtung von Standards wie TEI/CEI und Verwendung von Stylesheets und Transformationen). Abschließend beschäftigen wir uns mit der Präsentation von Forschungsergebnissen auf Vortragsfolien und im Internet (mit Einführung in HTML, CSS, Javascript, PHP) sowie elektronischer Publikationen und Druck-vorstufe (PDF) von Abschlussarbeiten und Buchprojekten.

Prüfungsform(en) im BA und im modularisierten Lehramt: RE.


Prof. Dr. Georg Vogeler

Digitale Prosopographie, 2stündig.

Blockveranstaltung: Fr. 28.10.16, Fr. 18.11.16, Fr. 09.12.16 / jeweils 9-17 Uhr, Historicum HS K 226 bzw. 327 (am 18.11.16) (Teilnehmerzahl auf 20 begrenzt).

Anmeldung durch Listeneintrag

Personen sind eine zentrale Kategorie historischer Forschung: Sie sind Akteure historischer Ereignisse, sie sind Vergleichspunkt hermeneutischen Verstehens, sie „erleiden“ die Geschichte. Neben der historischen Biographie und der statistisch orientierten Sozialgeschichte hat die Geschichtswissenschaft eine dritte Zugangsweise gefunden, die Erwähnung von Personen in Quellen systematisch auszuwerten: Die Prosopographie. Sie wertet massenhaft vorhandene Quellen wie Inschriften, Urkunden, Briefe oder Amtsträgerverzeichnisse aus, um die darin genannten Personen zu identifizieren und ihren Aktionsradius näher bestimmen. Sie ist damit Basis für Forschungen von der Antike bis zur Zeitgeschichte, von der Sozialgeschichte bis zur kollektiven Biographik. Dabei werden digitale Methoden immer wichtiger: Datenbanksysteme erlauben einen schnellen Zugriff auf die Dokumentation der Personen und komplexe Suchanfragen. Der Computer berechnet schnell die Maße, die für eine Netzwerkanalyse notwendig sind und erzeugt anschauliche Graphiken. Große prosopographische Projekte sind deshalb in digitale Formen überführt worden (z.B. People of Anglo Saxon England, Prosopographie der mittelbyzantinischen Zeit), neue prosopographische Projekte überhaupt erst in Angriff genommen worden, weil digitale Methoden zur Verfügung standen (z.B. das Repertorium Academicum Germanicum, People of Medieval Scotland, Personendatenrepositorium der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften). Die Übung wird diese Projekte diskutieren und praktisch in die digitalen Methoden der Personenforschung an antikem, mittelalterlichem und neuzeitlichem Material einführen. Technische Vorkenntnisse sind nützlich aber nicht Voraussetzung.

Literatur zur Einführung:
John BRADLEY / Harold SHORT: Texts into databases. The Evolving field of New-style Proso-pography, in: LLC 20, suppl. 1 (2005), S. 3-24.
John BRADLEY / Michele PASIN: Factoid-based Prosopography and Computer Ontologies. To-wards an integrated approach, in: Digital Scholarship in the Humanities 30,1 (2015), S. 86-97.
Ralph-Johannes LILIE / Claudia LUDWIG / Beate ZIELKE / Thomas PRATSCH: Prosopographie der mittelbyzantinischen Zeit Online, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. Nach Vorarbeiten F. Winkelmanns erstellt http://www.degruyter.com/view/db/pmbz.
People of Medival Scotland (1093-1314), http://www.poms.ac.uk/
Personendatenrepositorium der Berlin-Brandenburger Akademie der Wissenschaften http://pdr.bbaw.de/
Prosopography. Approaches and Applications, a Handbook, hg. v. Katherine S.B. KEATS-ROHAN, Oxford 2007.
Repertorium Academicum Germanicum. Die graduierten Gelehrten des Alten Reiches zwi-schen 1250 und 1550, http://rag-online.org/

Prüfungsform(en) im BA und im modularisierten Lehramt: RE.
Prüfungsform(en) im MA und Master-Nebenfach (His im GSP): KL.
Die Übung des BA-Typs „Grundwissenschaften“ entspricht den Anforderungen der alten LPO I § 71 (2) Nr. 2d bzw. der neuen LPO I § 67 Nr. 2d.


Über die hier angeführten Lehrveranstaltungen hinaus kann der Leistungsnachweis einer Lehrveranstaltung aus den Historischen Grundwissenschaften auch aus dem folgenden Angebot anderer Institute erworben werden:

Dr. Gerhard Immler
Quellen zum spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Lehenwesen, 2stündig.
Für weitere Informationen bitte das Vorlesungsverzeichnis (via LSF) konsultieren.


Dr. Christian Joas
Digitale Methoden für Historiker/innen, 2stündig.
Für weitere Informationen bitte das Vorlesungsverzeichnis (via LSF) konsultieren.


Dr. Margit Ksoll-Marcon
Paläographische Übungen anhand von Reichskammergerichtsprozessen des 16.-18. Jahrhunderts, 2stündig.
Für weitere Informationen bitte das Vorlesungsverzeichnis (via LSF) konsultieren.


Caterina Anna Schürch M.A.
Analoge Methoden für Historiker/innen, 2stündig.
Für weitere Informationen bitte das Vorlesungsverzeichnis (via LSF) konsultieren.