Historische Grundwissenschaften und Historische Medienkunde
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Sommersemester 2017

Die Veranstaltungen finden, soweit nicht anders angegeben, im Historicum, Schellingstr. 12/ Amalienstr. 52 statt.

Die zentrale Einführungsveranstaltung des Historischen Seminars für Studienanfängerinnen und Studienanfänger im Fach Geschichte findet in der Woche vor Semesterbeginn statt. Die Teilnahme wird allen Erstsemestern dringendst empfohlen. Hier erhalten Sie detaillierte Auskünfte über die verschiedenen Abteilungen des Faches, Fremdsprachenanforderungen sowie Studienplanung und Scheinanforderungen in den Studiengängen. Außerdem werden auch Führungen durch die Bibliothek des Historicums angeboten.

Download: Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis der Abteilung Historische Grundwissenschaften und Historische Medienkunde, Sommersemester 2017 (513 kB)


 

Vorlesung / Einführungsvorlesung / Vertiefungsvorlesung

Prof. Dr. Irmgard Fees
Königs- und Kaierurkunden des Mittelalters: Von den Merowingern bis zu den Staufern, 2stündig.
Di, 8-10 Uhr, Geschwister-Scholl-Platz 1, Hauptgebäude HS A 016, Beginn: 25.04.2017.

Die Herrscherurkunden gehören zu den wichtigsten Quellen des frühen und hohen Mittelalters. Könige und Kaiser trafen in ihnen rechtliche Verfügungen aller Art; ihre Auswertung und Interpretation ist daher für die allgemeine politische Geschichte, aber auch für die Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte zentral. Daneben dienten die Urkunden aber auch der Repräsentation und Selbstdarstellung des Herrscher und als Medien der Kommunikation zwischen dem Herrscher und seinen Untertanen; sie waren „das wichtigste und zugleich das feierlichste Medium schriftlicher Kommunikation“ (Hagen Keller), das allen anderen Urkundenausstellern dieser Zeit als Vorbild diente. – Die Vorlesung behandelt die Königs- und Kaiserurkunden des frühen und hohen Mittelalters von den Merowingern an (erste überlieferte Urkunden aus dem frühen 7. Jh.) bis zum Ende der Epoche der Staufer (1250) – eine Zeit, in der auch die Vorbildfunktion der Herrscherurkunde zum Erliegen kam.

Literatur zur Einführung:

Jan BISTRICKÝ, Typologie der Königsurkunden. Kolloquium der Commission Internationale de Diplomatique, 1998.
Wilhelm ERBEN, Die Kaiser- und Königsurkunden des Mittelalters in Deutschland, Frankreich und Italien. Mit einer Einleitung von Oswald REDLICH (Handbuch der mittelalterlichen und neueren Geschichte. IV. 1), 1907, ND 1967.

Prüfungsform im BA und modularisierten Lehramt: KL (Termin: 25. Juli 2017).
Keine Prüfung im Didaktikfach Mittelschule und Sonderpädagogik.


 

Hauptseminar / Vertiefungskurs / Aufbaukurs

Prof. Dr. Irmgard Fees / Dr. Christian Friedl
Kaiser Friedrich II. (1194-1250) und seine Urkunden, 3stündig
Do, 11-14 Uhr, Historicum HS K 302, Beginn: 27.04.2017.

Anmeldung unter: irmgard.fees[at]lrz.uni-muenchen.de

Friedrich II., stupor mundi und von den Päpsten seiner Zeit als der Antichrist verdammt, war der letzte große Stauferkaiser und vielleicht die schillerndste Gestalt des 13. Jahrhunderts. „Das Kind aus Apulien“, das 1212 nach Deutschland aufbrach, kehrte 1220 als Romanorum imperator nach Italien zurück, um in den folgenden 30 Jahren seiner Kaiserherrschaft mit den neuen und alten Kräften - den norditalienischen Städten und dem Papsttum - um die Vorherrschaft in Italien, aber auch in großen Teilen des heutigen Europa zu kämpfen. Spiegel seiner Herrschaft und Politik, Zeichen seiner maiestas und zugleich „Plakate“ in der Zeit des Hochmittelalters sind seine Urkunden: im Inhalt wie im Aussehen. Das Seminar untersucht und diskutiert die Rechtsinhalte, die (äußere) Gestaltung und „formelhafte“ Sprache der Urkunden vor dem politischen, historischen, auch kulturellen Hintergrund der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts.

Literatur zur Einführung:

Biographien: Wolfgang STÜRNER, Friedrich II., 1194-1250, 3. aktualis. Aufl. in einem Bd. 2009; Hans Martin SCHALLER, Kaiser Friedrich II. Verwandler der Welt, 2. Aufl. 1971.
Kurz zum histor. Hintergrund: Knut GÖRICH, Die Staufer: Herrscher und Reich, 2. Aufl. 2008.
Zu den Urkunden: Die Urkunden Friedrichs II., hg. von Walter KOCH u. a. (MGH Diplomata regum et imperatorum Germaniae 14), Bd. 1 (2002) S. XIX-LIII, Bd. 3 (2010) S. XI-LXXXVIII.

Besondere Hinweise: Lateinkenntnisse (keine philologischen!) sind notwendig!

Prüfungsformen im BA und modul. Lehramt: RE, KL, HA.

Prüfungsformen im Master und im Master-Nebenfach (His im GSP): RE, HA.


 

Bachelorkurs / Doktorandenkolloquium / Oberseminar

Prof. Dr. Irmgard Fees
Oberseminar für Doktoranden, Master- und Bachelorstudierende und fortgeschrittene Studierende, 2stündig (Blockveranstaltung, Beginn: nach Vereinbarung).

Anmeldung unter: irmgard.fees[at]lrz.uni-muenchen.de

Im Oberseminar wird über den Stand der laufenden Bachelorarbeiten, Masterarbeiten und Dissertationen sowie weiterer Projekte aus dem Bereich der Historischen Grundwissenschaften berichtet, auswärtige Kollegen stellen ihre Arbeiten vor, und schließlich ist der Besuch von Ausstellungen geplant.

Prüfungsform im BA: RE.


 

Basiskurs

Prof. Dr. Irmgard Fees
Klöster als Kulturzentren des Frühen Mittelalters, 3stündig.
Mi, 13-16 Uhr, Historicum HS K 302, Beginn: 26.04.2017.

Die Anmeldung erfolgt zentral im Zuge der Anmeldung zu den Seminaren der mittelalterlichen Geschichte (siehe dazu die Ankündigungen bei der mittelalterlichen Geschichte).

Frühmittelalterliche Klöster waren nicht nur geistig-religiöse Lebensgemeinschaften, Inhaber großer Grundherrschaften und Wirtschaftszentren, sondern Stätten der Bildung und Zentren der Schriftproduktion. Klosterschulen bildeten Geistliche und (wenige) Laien aus, Mönche schrieben Urkunden für den König, aber auch für eigene Zwecke, kopierten klassische und biblische Texte, schufen Bücher für Andacht und Gottesdienst, entwickelten Kalender, wurden tätig als Chronisten und Geschichtsschreiber und organisierten nicht zuletzt die Verwaltung des klostereigenen Besitzes. Die Beschäftigung mit der vielfältigen Schriftproduktion frühmittel-alterliche Klöster soll der Einführung in die „klassischen“ Disziplinen der Historischen Grund-wissenschaften (Urkundenlehre, Schriftgeschichte und -beschreibung, Zeitrechnung, Siegel-kunde, Wappenkunde, Genealogie und Münzkunde) dienen.

Literatur zur Einführung:

- in die Beschäftigung mit mittelalterlicher Geschichte allgemein: Hans-Werner GOETZ, Proseminar Geschichte: Mittelalter. 3. Aufl. 2006 (UTB 1719).
- in die Historischen Grundwissenschaften: Ahasver von BRANDT, Werkzeug des Historikers. Eine Einführung in die Historischen Hilfswissenschaften. Mit aktualisierten Literaturnachträgen und einem Nachwort von Franz FUCHS (Urban Taschenbücher 33), 18. Aufl. Stuttgart 2012; Mathias KLUGE (Hg.), Handschriften des Mittelalters. Grundwissen Kodikologie und Paläographie (mit 7 Lehrfilmen auf DVD), Ostfildern 2014.
- in die Technik des wissenschaftlichen Arbeitens: Nils FREYTAG / Wolfgang PIERETH, Kursbuch Geschichte. Tipps und Regeln für wissenschaftliches Arbeiten, 5. aktualisierte Aufl. Paderborn 2011
.

Prüfungsformen im BA und modul. Lehramt: KL, RE, HA.
Prüfungsform im Didaktikfach Mittelschule und Sonderpädagogik: RE, HA.


 

Lektürekurs

Prof. Dr. Irmgard Fees
Lektürekurs für das Masterstudium.
Erste Sitzung: 26.04.2017, 9 Uhr c.t. (Historicum K 203: Zimmer Prof. Dr. Irmgard Fees), danach selbständiges Arbeiten. 

Anmeldung unter: irmgard.fees[at]lrz.uni-muenchen.de

Im Lektürekurs innerhalb des Master-Studiengangs lesen die Studierenden selbständig wissenschaftliche Literatur, die zu den Grundlagenwerken des Faches gehört oder einen besonderen Einfluss auf die Forschung ausgeübt hat. Die Auswahl der Titel erfolgt in Absprache mit der Dozentin in der ersten Sitzung; in einer Zwischenbesprechung gegen Mitte des Semesters können etwaig auftretende Fragen oder Probleme erörtert werden; in der mündlichen Prüfung am Semesterende wird die Lektüre diskutiert.

Prüfungsform: MP (Gemeinsames Abschlussgespräch).


 

Übungen

Dr. Franz Bornschlegel
Die Historischen Grundwissenschaften im Überblick, 2stündig.
Di, 8-10 Uhr, Historicum HS K 202, Beginn: 25.04.2017 (Teilnehmerzahl auf 20 beschränkt).

Anmeldung durch Listeneintrag.

Die Veranstaltung dient zur Einführung in die Grundbegriffe, Arbeitsmethoden und Hilfsmittel der Historischen Hilfswissenschaften, die sich aus etwa einem Dutzend unterschiedlicher, etablierter wie junger Forschungszweige zusammensetzen. Jedes Fach ist für sich autonom und erfordert eigene Fragestellungen und Methoden. Zu den klassischen Gebieten der Geschichtlichen Hilfswissenschaften zählen die Diplomatik (Urkundenlehre) und die Paläographie (Lehre der Entwicklung der lateinischen Schrift), die den Schwerpunkt der Veranstaltungen bilden. Ferner gilt die Betrachtung den eng in Zusammenhang mit diesen Kernfächern stehenden Forschungsbereichen Chronologie (Zeitrechnungslehre) und Sphragistik (Siegelkunde) sowie der an der hiesigen Abteilung besonders gepflegten, jungen Disziplin der Epigraphik (Inschriftenkunde) des Mittelalters und der Neuzeit.

Literatur zur Einführung:

Ahasver von Brandt, Werkzeug des Historikers. Eine Einführung in die Historischen Hilfs-wissenschaften. Mit aktualisierten Literaturnachträgen und einem Nachwort von Franz Fuchs (Kohlhammer-Urban-Taschenbücher 33). 18. Aufl. Stuttgart 2012.

Prüfungsformen im BA und modul. Lehramt: KL.
Die Übung entspricht den Anforderungen der alten LPO I § 71 (2) Nr. 2d bzw. der neuen LPO I § 67 Nr. 2d.

 

Dr. Franz Bornschlegel
Inschriftendenkmäler in Kirchen und Museen in München und Umgebung, 2stündig.
Fr, 12-14 Uhr, Historicum HS K 026, Beginn: 28.04.2017 (Teilnehmerzahl auf 15 beschränkt).

Anmeldung durch Listeneintrag.

Inschriften stellen nicht nur in schriftarmen Zeiten eine historische Quelle ersten Ranges dar. Sie ergänzen die handschriftlichen und gedruckten Überlieferungen, von denen sie sich meist durch einen größeren Grad an Öffentlichkeit unterscheiden. Die Inschriften in und an kirchlichen Gebäuden dienten der Information, Repräsentation und forderten den Leser bisweilen zu Handlungen auf. Unter dem sich wandelnden Zeitgeschmack wuchsen den Inschriftendenkmälern neue Aufgaben zu, die sich am Objekt selbst, aber auch in dessen räumlicher Einbindung niederschlugen. Die Übung beschäftigt sich in einem theoretischen Teil mit den Erscheinungsformen von Grab- und Bauinschriften im bayerischen Raum, ehe in einem praktischen Teil mit Exkursionen ihre Wirkung im einstigen und heutigen Kontext ergründet werden soll.

Prüfungsform im BA und modul. Lehramt: RE.
Prüfungsform im Master und im Master-Nebenfach (His im GSP): KL.
Die Übung entspricht den Anforderungen der alten LPO I § 71 (1) Nr. 2d bzw. der neuen LPO I § 67 Nr. 2d.

 

Dr. Franz Bornschlegel
Paläographische Leseübung: Von der römischen Antike bis zur frühen Neuzeit, 2stündig.
Mi, 11-13 Uhr, Historicum HS K 202, Beginn: 26.04.2017 (Teilnehmerzahl auf 20 beschränkt).

Anmeldung durch Listeneintrag.

Anhand ausgewählter Beispiele von der Antike bis in die frühe Neuzeit soll das Lesen von Buch-, Urkunden- und Geschäftsschriften geübt werden und Kenntnisse über die Entwicklung der Schrift gewonnen werden. Impulse und Wechselwirkungen mit epigraphischen Schriften und Druckschriften stehen zudem im Blickfeld der Veranstaltung.

Prüfungsform im BA und modul. Lehramt: KL.
Die Übung entspricht den Anforderungen der alten LPO I § 71 (1) Nr. 2d bzw. der neuen LPO I § 67 Nr. 2d.

 

Ellen Bošnjak M.A.
Paläographie des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit: Der Übergang von der Bastarda zur Kurrentschrift, 2stündig.
Do, 14-16 Uhr, Historicum HS K 302, Beginn: 27.4.2017 (Teilnehmerzahl auf 20 beschränkt).

Anmeldung durch Listeneintrag.

Der Schwerpunkt dieser Übung liegt auf dem Erwerben und Vertiefen von Lesefertigkeiten.
Ziel soll die Erleichterung von Quellenarbeit an Archivmaterial sein. Es werden hauptsächlich sogenannte Privaturkunden des bayerischen Raumes aus der Zeit zwischen 1400 und 1650 gelesen, die in den Archiven in großem Umfange vorhanden sind. Anhand der Beispiele soll die Entwicklung der Privaturkundenschrift von der Bastarda und der gotischen Kursive hin zur Kurrentschrift nachvollzogen werden. Die Sprache der Stücke wird überwiegend frühneuhochdeutsch sein. Inhalt der Übung ist zudem das Kürzungswesen, die Transkriptionsregeln sowie ein chronologischer Teil.

Prüfungsform im BA und modul. Lehramt: KL.
Die Übung entspricht den Anforderungen der alten LPO I § 71 (2) Nr. 2d bzw. der neuen LPO I § 67 Nr. 2d.

 

Prof. Dr. Hubert Emmerig
Währungen und Währungsgebiete in Bayern im Mittelalter, 2stündig.
Blockveranstaltung Fr, 02.06.2017 / Fr, 16.06.2017 / Fr, 07.07.2017 / jeweils 9-17 Uhr, Historicum HS K 226 (Teilnehmerzahl auf 20 beschränkt).

Anmeldung durch Listeneintrag.

In der Übung werden wir Bayerns Münzgeschichte im Mittelalter unter dem Aspekt der Währungen und ihrer Währungsgebiete betrachten. Was sind Währungen? Wie unterscheiden sich Währungen? Welche regionale Erstreckung haben die Umlaufbereiche der Währungen, also ihre Währungsgebiete? Welche Rolle spielt die Münzpolitik bei all diesen Phänomenen? Welche Quellen erlauben es uns heute, historische Währungsgebiete zu beschreiben? Unter Heranziehung von Münzen, schriftlichen Quellen und Münzfunden werden wir uns diesen und weiteren Fragen aus diesem Themengebiet nähern.

Prüfungsform im BA und modul. Lehramt: RE.
Prüfungsform im MA und im Master-Nebenfach (His im GSP): RE.
Die Übung entspricht den Anforderungen der alten LPO I § 71 (2) Nr. 2d bzw. der neuen LPO I § 67 Nr. 2d.

 

Prof. Dr. Irmgard Fees / Dr. Franz-Albrecht Bornschlegel / Dr. Christian Friedl
Münchener Sommerakademie Grundwissenschaften 2017: Die Papsturkunde des Mittelalters
Blockveranstaltung Mo-Sa, 31.07.2017-05.08.2017 (Mo/Di, jeweils 9-20 Uhr; Mi-Fr, jeweils 9-18 Uhr; Sa, 9-12 Uhr).

Anmeldung unter: GHW[at]lrz.uni-muenchen.de (für Studierende der LMU: bis zum 30.04.2017, für auswärtige Studierende: bis zum 31.05.2017)

Die Papsturkunden gehören zu den wichtigsten Quellen des Mittelalters. Die Päpste trafen in ihnen rechtliche Verfügungen aller Art; ihre Auswertung und Interpretation ist daher für die allgemeine politische Geschichte ebenso wichtig wie für die Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte. Nicht zuletzt waren die Urkunden auch Medien der Kommunikation zwischen dem Papst, den weltlichen Herrschern und Untertanen. Wer im Mittelalter forscht, kommt an ihren Urkunden nicht vorbei, weder an deren Inhalt noch an ihrem Aussehen, und beides konfrontiert den Historiker mit der Paläographie, dem Latein und der Frage der Aufbereitung des Urkundenmaterials, ebenso mit der Chronologie und der Sphragistik. Fertigkeiten in diesen Disziplinen sollen vorgestellt und antrainiert werden, und zwar unter fachmännischer Anleitung.
Die „Münchener Sommerakademie Grundwissenschaften 2017“ bietet in ihrer einwöchigen Blockveranstaltung fortgeschrittenen Studenten, Magistranden und Doktoranden nicht nur die Möglichkeit, die grundlegenden Schriftformen des abendländischen Mittelalters in ihren Ausformungen kennenzulernen, sondern schafft auch die Voraussetzung, sich fundierte Fähigkeiten im Lesen dieser Schriften anzueignen.
Die „Münchener Sommerakademie Grundwissenschaften 2017“ wird veranstaltet von der Professur für Historische Grundwissenschaften und Historische Medienkunde der Ludwig-Maximilians-Universität München, in Kooperation mit den Monumenta Germaniae Historica (MGH), der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB), dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv (BayHStA), dem Diözesanarchiv des Erzbistums München und Freising und der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
Geboten wird eine Kombination aus Wissensvermittlung, intensiven Lese- und Übungseinheiten und Besuchen von Bibliotheken und Archiven, bei denen das einschlägige Material im Original angeschaut werden kann.

Besondere Hinweise: Lateinkenntnisse, abgeschlossener Basiskurs (Schwerpunkt Mittelalter), Motivationsschreiben (1-2 Seiten).

Prüfungsform im BA und modul. LA: KL.
Prüfungsform im MA und im Master-Nebenfach (His im GSP): KL.
Die Übung entspricht den Anforderungen der alten LPO I § 71 (2) Nr. 2d bzw. der neuen LPO I § 67 Nr. 2d.

 

Friedrich Ulf Röhrer-Ertl M.A.
Einführung in das Wappenwesen (Heraldik), 2stündig.
Mo, 08-10 Uhr, Historicum HS K 302, Beginn: 24.04.2017 (Teilnehmerzahl auf 20 beschränkt).

Anmeldung durch Listeneintrag.

Das Wappenwesen Europas, das sich ab dem 12. Jahrhundert ausbildete, wird oft populär als "Kurzschrift der Geschichte" bezeichnet. Tatsächlich bilden Wappen in ihrer nahezu universellen Verwendung eine der wichtigsten Chiffren der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Gesellschaft - im Hochadel ebenso wie im städtischen Patriziat oder sogar in einzelnen ländlichen Bezugsfeldern. Auswirkungen dieser Entwicklungslinien sind bis heute zu spürbar. Die Übung möchte Grundlagen legen zur eigenständigen Beschäftigung mit der Wappenkunde als ergänzende Hilfswissenschaft der Geschichtsforschung. Neben einem Abriss der geschichtlichen Entwicklung der Heraldik in Europa mit gelegentlichen Ausblicken auf außereuropäische Gesellschaften und Kulturen werden grundlegende Literatur besprochen sowie die Grundlagen der üblichen Wappenbeschreibung (Blasonierung) vermittelt.
Die Veranstaltung richtet sich vornehmlich an Studenten und Studentinnen der historischen Fächer. Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Zeitplan, Literaturliste und Referatsthemen werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

Prüfungsform im BA und modul. LA: RE.
Die Übungen des Typs "Grundwissenschaften" entsprechen den Anforderungen der alten LPO I § 71 (1) Nr. 2d bzw. der neuen LPO I § 67 Nr. 2d.

 

Julian Schulz M.A. / Magdalena Weileder M.A.
Innovative Zugänge zu mittelalterlichen Originalquellen, 2stündig.
Fr, 14-16 Uhr, Historicum HS K 402, Beginn: 05.05.2017 (Teilnehmerzahl auf 15 beschränkt).

Anmeldung durch Listeneintrag

Urkundeneditionen - ob in klassischer Buchform oder digital - sind ein integraler Bestandteil für die Erforschung der Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Die Übung verfolgt das Ziel, Studierende im selbständigen Umgang mit Originalquellen vertraut zu machen und ihnen praxisnah die einzelnen Schritte vom Original hin zur (digitalen) Edition näherzubringen. Dabei werden mit Hilfe eines innovativen Editionstools ausgewählte Stücke der institutseigenen Urkundensammlung bearbeitet, die Originale des 12.-19. Jh. umfasst (siehe monasterium.net). Im Rahmen der Übung werden sowohl grundlegende hilfswissenschaftliche Kenntnisse vermittelt (Editorik, Paläographie, Chronologie) als auch praktische Einblicke in die Digitale Diplomatik (Auszeichnungssprachen, Metadatenstandards, Datenstrukturierung und -analyse) gegeben. Besondere Vorkenntnisse werden nicht benötigt, wohl aber die Bereitschaft, sich aktiv an der Erstellung der Urkundenedition zu beteiligen. Eine Online-Publikation der studentischen Arbeiten ist geplant.

Prüfungsform im BA und modul. LA: ES.
Die Übungen des BA-Typs "Grundwissenschaften" entsprechen den Anforderungen der alten LPO I § 71 (1) Nr. 2d bzw. der neuen LPO I § 67 Nr. 2d.

 


 

Anmeldung

Soweit nicht anders angegeben, findet die Anmeldung zu den Veranstaltungen der Abteilung Historische Grundwissenschaften und Historische Medienkunde durch Listeneintrag gegenüber Raum K 210 (Historicum) im Zeitraum 06.-14.02. sowie 19.-24.04.2017 (Mo-Fr 9-13 Uhr) statt. Die Anmeldung zum Basiskurs erfolgt zentral im Zuge der Anmeldung zu den Seminaren der Mittelalterlichen Geschichte (siehe dazu die Ankündigungen bei der Abteilung für Mittelalterliche Geschichte).