Historische Grundwissenschaften und Historische Medienkunde
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Sommersemester 2016

Die Veranstaltungen finden, soweit nicht anders angegeben, im Historicum, Schellingstr. 12/ Amalienstr. 52 statt.

Die zentrale Einführungsveranstaltung des Historischen Seminars für Studienanfängerinnen und -anfänger im Fach Geschichte findet in der Woche vor Semesterbeginn statt. Die Teilnahme wird allen Erstsemestern dringendst empfohlen. Hier erhalten Sie detaillierte Auskünfte über die verschiedenen Abteilungen des Faches, Fremdsprachenanforderungen sowie Studienplanung und Scheinanforderungen in den Studiengängen. Außerdem werden auch Führungen durch die Bibliothek des Historicums angeboten.

Download: Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis der Abteilung Historische Grundwissenschaften und Historische Medienkunde, Sommersemester 2016 (156 kB)


 

Vorlesung / Einführungsvorlesung / Vertiefungsvorlesung

Prof. Dr. Irmgard Fees
Die Zeit der Karolinger (751-911): Urkundenwesen und Schriftgeschichte vom 8. bis zum Beginn des 10. Jahrhunderts, 2stündig.
Di. 8-10 Uhr, Geschwister-Scholl-Platz 1, Hauptgebäude, Raum M 209, Beginn: 12.4.2016.

Die Vorlesung wird die Epoche der Karolinger unter grundwissenschaftlichen Gesichtspunk-ten betrachten. Im Mittelpunkt stehen die Herrscher-, Papst- und Privaturkunden der Karolin-gerzeit, die karolingischen Skriptorien und ihre Handschriftenproduktion sowie die Entwick-lung der Schrift von den vorkarolingischen Schriften bis zur Karolingischen Minuskel.

Literatur zur Einführung:

Rudolf SCHIEFFER, Die Karolinger, verschiedene Auflagen (Urban-Tb. 411); The New Cam-bridge Medieval History, Bd. 2: c. 700 - c. 900, ed. Rosamond MCKITTERICK, Cambridge 1995.

Prüfungsform(en) im BA und modul. Lehramt: KL.

Keine Prüfung im Didaktikfach Mittelschule und Sonderpädagogik.


 

Hauptseminar / Vertiefungskurs / Aufbaukurs Master

Prof. Dr. Irmgard Fees
Königinnen und Kaiserinnen der Karolingerzeit, 3stündig
Do. 11-14 Uhr, Historicum, Raum K 202, Beginn: 14.4.2016.

Anmeldung durch Listeneintrag

Welcher politische Einfluss kam den Gemahlinnen der Könige und Kaiser der Karolingerzeit, also der Zeit vom 8. bis zum Beginn des 10. Jahrhunderts, zu? Worin bestanden ihre Aufga-ben bei Hof und im Reich, und wie lassen sich ihre Handlungsspielräume beschreiben? Diese Probleme stehen im Zentrum des Kurses, der aber auch nach der Herkunft der Frauen fragt, nach den Gründen, die zur Eheschließung führten, nach der Erziehung und Bildung der Herr-scherinnen selbst und der ihrer Kinder und schließlich danach, wie diese Frauen von den Ge-schichtsschreibern ihrer Zeit sowie von der älteren und neueren historischen Forschung gese-hen und bewertet wurden.

Lateinkenntnisse sind von Vorteil!

Literatur zur Einführung:

Silvia KONECNY, Die Frauen des karolingischen Königshauses. Die politische Bedeutung der Ehe und die Stellung der Frau in der fränkischen Herrscherfamilie vom 7. bis zum 10. Jh. (Dissertationen der Universität Wien. 132), Wien 1976;

Brigitte KASTEN, Kaiserinnen in karolingischer Zeit, in: Amalie FÖSSEL (Hg.), Die Kaiserinnen des Mittelalters, Regensburg 2011, S. 11-34.

 

Prüfungsform(en) im BA und modul. Lehramt: RE, HA, MP.

Prüfungsform(en) im Master-Nebenfach (His im GSP): RE, HA.


 

Oberseminar für Doktoranden, Masterstudierende und fortgeschrittene Studierende

Prof. Dr. Irmgard Fees
Seminar für Doktoranden, Master- und Bachelorstudierende im Abschlusssemester, 2stündig, Beginn: nach Vereinbarung.

Anmeldung unter: E-Mail schicken an Irmgard.Fees@lrz.uni-muenchen.de Irmgard.Fees@lrz.uni-muenchen.de

Im Oberseminar wird über den Stand der laufenden Bachelorarbeiten, Magisterarbeiten und Dissertationen sowie weiterer Projekte aus dem Bereich der Historischen Grundwissenschaf-ten berichtet, auswärtige Kollegen stellen ihre Arbeiten vor, und schließlich ist der Besuch von Ausstellungen geplant.

Prüfungsform(en): RE.


 

Basiskurs

Prof. Dr. Irmgard Fees
Karl der Große, 3stündig.
Mi. 13-16 Uhr, Historicum HS K 302, Beginn: 13.4.2016.

Die Anmeldung erfolgt zentral im Zuge der Anmeldung zu den Seminaren der mittelalterlichen Geschichte (siehe dazu die Ankündigungen bei der mittelalterlichen Geschichte).

Karl der Große (768-814) ist wohl der bekannteste Herrscher des Mittelalters. Aus Anlass seines 1200. Todestages standen die Person und die Zeit Karls im Zentrum von Ausstellun-gen, Tagungen und zahlreichen Neuerscheinungen fachwissenschaftlichen wie populärwis-senschaftlichen Zuschnitts. Der Basiskurs widmet sich seinem Leben, seinen Reformen in der Verwaltung des fränkischen Großreiches, seiner Bedeutung für die karolingische Bildungsre-form und für die Entwicklung von Kirchen und Klöstern. Am Beispiel Karls d. Gr. führt der Basiskurs in die mittelalterliche Geschichte und die Historischen Grundwissenschaften, vor allem Urkundenlehre, Schriftgeschichte, Siegelkunde und Chronologie, ein.

Literatur zur Einführung:

- in die Beschäftigung mit mittelalterlicher Geschichte allgemein: Hans-Werner GOETZ, Pro-seminar Geschichte: Mittelalter. 3. Aufl. 2006 (UTB 1719).
- in die Historischen Grundwissenschaften: Ahasver von BRANDT, Werkzeug des Historikers. Eine Einführung in die Historischen Hilfswissenschaften. Mit aktualisierten Literaturnach-trägen und einem Nachwort von Franz FUCHS (Urban Taschenbücher 33), 18. Aufl. Stuttgart 2012; Mathias KLUGE (Hg.), Handschriften des Mittelalters. Grundwissen Kodikologie und Paläographie (mit 7 Lehrfilmen auf DVD), Ostfildern 2014.
- in die Technik des wissenschaftlichen Arbeitens: Nils FREYTAG / Wolfgang PIERETH, Kursbuch Geschichte. Tipps und Regeln für wissenschaftliches Arbeiten, 5. aktualisierte Aufl. Paderborn 2011.
- ins Thema: Wilfried HARTMANN, Karl der Große, 2010 (Urban Taschenbücher 643).

Prüfungsform(en) im BA und modul. Lehramt: KL, RE, HA.

Prüfungsform im Didaktikfach Mittelschule und Sonderpädagogik: RE, HA.


 

Lektürekurs

Prof. Dr. Irmgard Fees
Lektürekurs Historische Grundwissenschaften für das Masterstudium.
Erste Sitzung (danach selbständiges Arbeiten): Mi, 20.4., 9-10 Uhr, Historicum, Raum K 203 (Dienstzimmer Prof. Dr. Fees).

Anmeldung unter: E-Mail schicken an Irmgard.Fees@lrz.uni-muenchen.de Irmgard.Fees@lrz.uni-muenchen.de

Im Lektürekurs innerhalb des Master-Studiengangs lesen die Studierenden selbständig wis-senschaftliche Literatur, die zu den Grundlagenwerken des Faches gehört oder einen besonde-ren Einfluss auf die Forschung ausgeübt hat. Die Auswahl der Titel erfolgt in Absprache mit der Dozentin in der ersten Sitzung; in einer Zwischenbesprechung gegen Mitte des Semesters können etwaig auftretende Fragen oder Probleme erörtert werden; in der mündlichen Prüfung am Semesterende wird die Lektüre diskutiert.

Prüfungsform im MA: MP (Gemeinsames Abschlussgespräch).


 

Übungen

Dr. Franz Bornschlegel
Die Historischen Grundwissenschaften im Überblick, 2stündig.
Mi. 8-10 Uhr, Historicum HS K 226, Beginn: 12.04.2016 (begrenzte Teilnehmerzahl).
Anmeldung durch Listeneintrag.

Die Veranstaltung dient zur Einführung in die Grundbegriffe, Arbeitsmethoden und Hilfsmittel der Historischen Grundwissenschaften, die sich aus etwa einem Dutzend unterschiedlicher, etablierter wie junger Forschungszweige zusammensetzen. Jedes Fach ist für sich autonom und erfordert eigene Fragestellungen und Methoden. Zu den klassischen Gebieten der Historischen Grundwissenschaften zählen die Diplomatik (Urkundenlehre) und die Paläographie (Lehre der Entwicklung der lateinischen Schrift), die den Schwerpunkt der Veranstaltung bilden. Ferner gilt die Betrachtung den eng in Zusammenhang mit diesen Kernfächern stehenden Forschungsbereichen Chronologie (Zeitrechnungslehre) und Sphragistik (Siegelkunde) sowie der an der hiesigen Abteilung besonders gepflegten, jungen Disziplin der Epigraphik (Inschriftenkunde) des Mittelalters und der Neuzeit.

Literatur zur Einführung:

Ahasver von Brandt, Werkzeug des Historikers. Eine Einführung in die Historischen Hilfs-wissenschaften. Mit aktualisierten Literaturnachträgen und einem Nachwort von Franz Fuchs (Kohlhammer-Urban-Taschenbücher 33). 18. Aufl. Stuttgart 2012.

Prüfungsform(en) im BA und modul. Lehramt: KL.

Die Übung entspricht den Anforderungen der alten LPO I § 71 (2) Nr. 2d bzw. der neuen LPO I § 67 Nr. 2d.

 

Dr. Franz Bornschlegel
Historische Ereignisse in den Inschriften Süddeutschlands, 2stündig.
Fr. 11-13 Uhr, Historicum HS K 402, Beginn: 15.04.2016 (begrenzte Teilnehmerzahl).
Anmeldung durch Listeneintrag.

Hinsichtlich ihrer historischen Nachrichten oder Ereignisse stellen die Inschriften eine in der wissenschaftlichen Forschung bislang wenig genutzte und vielfach unterschätzte Quellengattung dar. In ihrer strengen Auswahl an erinnerungswürdigen Fakten erhalten die einschlägigen Inschriften des öffentlichen Raums wie auch die der privaten Andacht eine besondere Bedeutung. Unser Augenmerk richtet sich auf Naturkatastrophen, Epidemien und Kriege, aber auch auf politisch weittragende Ereignisse, in der öffentlichen wie in der privaten Wahrnehmung. Der Schwerpunkt unserer Betrachtung liegt auf der inschriftlichen Überlieferung des süddeutschen Raums.

Literatur zur Einführung:

- Gertrud MRAS, Der Mensch und die Naturgewalten im Spiegel der Inschriften, in: Festschrift für Walter Aspernig zum 70. Geburtstag, hg. von Georg HEILINGSETZER, Günter KALLIAUER und Bernhard PROKISCH (Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines, Gesellschaft für Landeskunde 157 = Jahrbuch des Musealvereines Wels 36), Linz 2012, S. 243-265.
- Heinz BORMUTH und Hugo FRIEDEL, Hungersteine und steinerne Teuerungstafeln, Der Odenwald 39 (1992) S. 19-28.

Prüfungsform im BA und modul. Lehramt: RE.

Prüfungsform(en) im Master-Nebenfach (His im GSP): RE.

Die Übung entspricht den Anforderungen der alten LPO I § 71 (1) Nr. 2d bzw. der neuen LPO I § 67 Nr. 2d.

 

Ellen Bošnjak M.A.
Der Übergang von der Bastarda zur Kurrentschrift, 2stündig.
Do. 14-16 Uhr, Historicum HS K 302, Beginn: 14.4.2016 (begrenzte Teilnehmerzahl).
Anmeldung durch Listeneintrag.

Der Schwerpunkt dieser Übung liegt auf dem Erwerben und Vertiefen von Lesefertigkeiten.
Ziel soll die Erleichterung von Quellenarbeit an Archivmaterial sein. Es werden hauptsächlich sogenannte Privaturkunden des bayerischen Raumes aus der Zeit zwischen 1400 und 1650 gelesen, die in den Archiven in großem Umfange vorhanden sind. Anhand der Beispiele soll die Entwicklung der Privaturkundenschrift von der Bastarda und der gotischen Kursive hin zur Kurrentschrift nachvollzogen werden. Die Sprache der Stücke wird überwiegend frühneuhochdeutsch sein. Inhalt der Übung ist zudem das Kürzungswesen, die Transkriptionsregeln sowie ein chronologischer Teil.

Literatur zur Einführung:

Hellmut GUTZWILLER, Die Entwicklung der Schrift vom 12. bis ins 19. Jahrhundert. Solothurn 1981.

Ernst ZIEGLER / Jost HOCHULI, Hefte zur Paläographie des dreizehnten bis zwanzigsten Jahrhunderts aus dem Stadtarchiv (Vadiana). St. Gallen, Heft III-V, Rorschach 1987.

Kurt DÜLFER / Hans-Enno KORN, Schrifttafeln zur deutschen Paläographie des 16.-20. Jahrhunderts, bearb. von Karsten UHDE (Veröffentlichungen der Archivschule Marburg 2). 12. Aufl. Marburg 2007.

Prüfungsform(en) im BA und modul. Lehramt: KL.

Die Übung entspricht den Anforderungen der alten LPO I § 71 (2) Nr. 2d bzw. der neuen LPO I § 67 Nr. 2d.

 

Prof. Dr. Hubert Emmerig
Geld im Karolingerreich, 2stündig.
Blockveranstaltung Fr. 03.06., Fr. 24.06., Fr. 08.07.2014 / jeweils 9-17 Uhr, Historicum, Raum K 226 bzw. 327 (begrenzte Teilnehmerzahl).
Anmeldung durch Listeneintrag.

Über Münzprägung, Münzpolitik und Geldumlauf im Karolingerreich informieren uns die erhaltenen Münzen, die Münzfunde und schriftliche Quellen. In dieser Übung werden wir uns mit allen drei Quellengattungen auseinandersetzen und untersuchen, welche Aussagen ihre Analyse erlaubt. So werden wir gemeinsam eine Vorstellung von der Münzgeschichte des Frankenreichs unter den Karolingern erarbeiten, uns aber auch die Frage stellen, was davon in einem Randgebiet des Reiches wie dem karolingischen Bayern ankommt.

Prüfungsform(en) im BA und modul. Lehramt: RE.

Prüfungsform(en) im MA und im Master-Nebenfach (His im GSP): RE.

Die Übung entspricht den Anforderungen der alten LPO I § 71 (2) Nr. 2d bzw. der neuen LPO I § 67 Nr. 2d.

 

Prof. Dr. Irmgard Fees / Dr. Franz-Albrecht Bornschlegel / Ellen Bošnjak M.A. / Dr. Christian Friedl / Dr. Julia Knödler / Prof. Dr. Martin Wagendorfer
Münchener Sommerakademie Grundwissenschaften 2016: Schriftkunde des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, 2stündig (Kurs für fortgeschrittene Studierende, Magistranden und Doktoranden).
Blockveranstaltung Mo.-Fr. 18.-23.07.2016 / 9-18 Uhr (Freitag: 12 Uhr), Ludwigstr. 28 - RG, Raum 026 (begrenzte Teilnehmerzahl: 25).
Anmeldung per Email: GHW@lrz.uni-muenchen.de bis zum 30.4.2016 (für Studierende der LMU) bzw. 31.5.2016 (für auswärtige Studierende)

Mittelalterliche und frühneuzeitliche Quellen in Form von Handschriften, Akten oder Urkun-den in Archiven oder Bibliotheken zu lesen, wird spätestens bei Abschlußarbeiten oder eige-ner Forschungstätigkeit zu einem erfahrungsgemäß schwerwiegenden Problem: Schriften aus dem 8. bis 16. Jahrhundert zu transkribieren, die zahlreichen Kürzungen zu erkennen und auf-zulösen oder gar eine Schrift zeitlich oder räumlich einzuordnen, all das sind Fertigkeiten, die sich nicht von selbst einstellen, sondern antrainiert werden müssen, und dies am besten unter fachmännischer Anleitung.
Die „Münchener Sommerakademie Grundwissenschaften 2016“ bietet fortgeschrittenen Stu-denten, Magistranden und Doktoranden die Möglichkeit, nicht nur die unterschiedlichen Schriftformen vornehmlich des Mittelalters in ihren Ausformungen kennenzulernen, sondern sich vor allem fundierte Fähigkeiten im Lesen dieser Schriften anzueignen.
München mit seinem Bestand an Institutionen von Weltgeltung und seiner vielfältigen Archivlandschaft bietet für eine solche Unternehmung optimale Voraussetzungen, wie sie in keiner anderen deutschen Stadt existieren.
Die „Münchener Sommerakademie Grundwissenschaften 2016“ wird veranstaltet von der Professur für Historische Grundwissenschaften und Historische Medienkunde der Ludwig-Maximilians-Universität München, in Kooperation mit den Monumenta Germaniae Historica (MGH), der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB), dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv (BayH-StA), dem Diözesanarchiv des Erzbistums München und Freising und der Bayerischen Aka-demie der Wissenschaften.
Geboten wird eine Kombination aus Wissensvermittlung, intensiven Übungseinheiten und Besuchen von Bibliotheken und Archiven, bei denen das einschlägige Material im Original angeschaut werden kann.

Voraussetzungen: Lateinkenntnisse, abgeschlossener Basiskurs (Schwerpunkt Mittelalter), Motivationsschreiben (1-2 Seiten).

Prüfungsform(en) im BA und modul. Lehramt: KL.

Prüfungsform(en) im MA und im Master-Nebenfach (His im GSP): KL, MP.

Die Übung entspricht den Anforderungen der alten LPO I § 71 (2) Nr. 2d bzw. der neuen LPO I § 67 Nr. 2d.

Die Veranstaltung (18.-22.7.16) wird von mehreren, in paläographischen Lehrveranstaltung erfahrenen Dozenten abgehalten (Klausur am Sa., den 23.7.16, 9 Uhr). Die paläographischen Sitzungen werden am Spätvormittag unterbrochen von Exkursionen (Mo.-Fr. 11-13 Uhr), mit Besichtigung einschlägiger Quellen in Bibliotheken und Archiven (BSB, MGH, HStA, AEM). Das Programm wird ergänzt durch einen Abendvortrag eines ausgewiesenen Spezialisten der Paläographie.

 

Dr. Christian Friedl
Der Sonderweg Friedrichs II. Urkunden zwischen Normannen, Saliern und Staufern. Ihre Ge-nese, ihr geschichtlicher Hintergrund, 2stündig.
Mi. 10-12 Uhr, Historicum HS K 001, Beginn: 13.04.2016 (begrenzte Teilnehmerzahl).
Anmeldung durch Listeneintrag.

In dieser Übung springen Sie mitten in die aktuelle Forschung! Bis 2034 läuft das Projekt der Edition der Urkunden Kaiser Friedrichs II. (1194-1250), es sind über 2600 Urkunden, die es im Rahmen der Diplomata-Abteilung der MGH zu edieren gilt! Im Augenblick werden die Urkunden der Jahre 1222–1226 bearbeitet.
Friedrich II. ist schon als Herrschergestalt eine schillernde, auch zwielichtige Gestalt. Wir aber werden uns fast nur mit den Urkunden des Staufers beschäftigen. Väterlicherseits (Heinrich VI.) stehen er und auch seine Urkunden in salisch-staufischer Tradition, mütterlicherseits (Konstanze von Hauteville, Kaiserin Konstanze) in normannischer, also süditalienischer. Der Sonderweg, den er bzw. seine Kanzlei im Bereich der Urkunden beschritten hat, speist sich aus beiden Traditionen und ist singulär. Das Ergebnis wird ein feierliches Privileg sein, das mit Recht als „Plakat des Mittelalters“ bezeichnet werden kann.
Sie werden zunächst profund lernen, was eine mittelalterliche Kaiserurkunde überhaupt ist (was steht drin? Wie sieht sie aus?). Danach beschäftigen wir uns mit dem Typ der „deut-schen“ Urkunde (salisch-staufisch) und dann mit dem sizilisch-normannischen. Am Ende steht als Synthese, was Friedrich II. daraus gemacht hat, und dies stets eng am historischen Hintergrund.
Voraussetzungen: a) Offenheit und Interesse, an Friedrich II. und am „Plakat des Mittelalters“ und b) Grundkenntnisse (!) im Latein, denn wir werden eben auch über den Inhalt der Urkun-den reden und übersetzen. Geplant ist zudem ein Besuch des Hauptstaatsarchivs; wir werden Originale des Staufers sehen.

Literatur zur Einführung:

Theo Kölzer, Urkundeneditionen heute?!, in: Blätter für deutsche Landesgeschichte 147 (2011) S. 183-193.

Prüfungsform(en) im Master und im Master-Nebenfach (His im GSP): KL.

Die Übungen des Typs "Grundwissenschaften" entsprechen den Anforderungen der alten LPO I § 71 (1) Nr. 2d bzw. der neuen LPO I § 67 Nr. 2d.


 

Anmeldung

Soweit nicht anders angegeben, findet die Anmeldung zu den Veranstaltungen der Abteilung Historische Grundwissenschaften und Historische Medienkunde durch Listeneintrag gegenüber Raum K 210 zwischen 01.-05.02. sowie 04.-12.04. (Mo-Fr 9-13 Uhr) statt. Die Anmeldung zum Basiskurs erfolgt zentral im Zuge der Anmeldung zu den Seminaren der Mittelalterlichen Geschichte.